Forschungen

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Gedächtnis und mündliche Geschichte (Oral History)

Teil von mein Artikel über Gedächtnis und mündliche Geschichte bei deutschen Einwanderern im Süden Brasiliens, in Auswanderung aus den Regionen des heutingen Rheinland-Pfalz, Projekt des Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Johannes Gutenberg-Universtität Mainz, Deutschland, november 2010:

“Es ist erforderlich zu beachten, dass das Gedächtnis des Individuums mit dem Kollektiv-Gedächtnis verflochten ist. Für Maurice Halbwachs sowie für Ecléa Bosi festigt sich die Arbeit des Gedächtnisses ausgehend von einer artikulierenden Bewegung zwischen persönlichen und sozialen Bezügen. Für den französischen Historiker Michael Pollak muss das Gedächtnis auch – oder vor allem – verstanden werden als ein kollektives und soziales Phänomen, das heißt, als ein kollektiv konstruiertes Phänomen, das beständigen Schwankungen, Transformationen und Veränderungen ausgesetzt ist. Diese Flexibilität erlaubt dem Individuum kollektive Ereignisse oder Erlebnisse anderer zu erinnern, als ob sie Teil seiner eigenen persönlichen Erfahrung seien. Es ist wichtig zu bedenken, dass diese Suche im kollektiven Gedächtnis zur Rekonstruktion der Vergangenheit auch verknüpft ist mit dem menschlichen Unvermögen alle seine erlebte Erfahrungen festhalten zu können. Edson Saturnino faßt zusammen: „Die Arbeit des Gedächtnisses besteht in den Handlungen des Erinnerns und des Vergessens zur gleichen Zeit. Die Logik des Gedächtnisses findet ihr Korrelat in der Gestaltung des Vergessens, genau aus dem Grunde weil das Behalten und Zurückrufen der Gesamtheit unserer Vergangenheit neue Handlungen und Erfahrungen in der Gegenwart unmöglich machen würde“. So vergessen wir bestimmte Ereignisse unseres Lebens genau um zu ermöglichen, dass andere vorrangig werden, und auch damit neue Erfahrungen erlebt und in das Abenteuer unseres Denkens integriert werden können. So wird unser Gedächtnis zu einem die Auswahl bewirkenden Handelnden, unabhängig von unseren Absichten und Wünschen, die nicht immer klar gefaßt sind”.

Deutschen Einwanderern im Süden Brasiliens

Teil von meine Vortrag über Familien Borger und Justin aus Alzey im 5. Deutsche Einwanderungs Versammlung in Norden Küsten-gebiet, in D. Pedro de Alcântara, oktober 2007:

Zu einigen der von mir erforschten Familien habe ich keine direkte verwandschaftliche Beziehung. Nichtdestotrotz, in Anbetracht der Komplexität der genealogischen  Forschung, insbesondere auch als Folge der Verschiedenheit der Sprachen, was den Zugriff auf Archive in Deutschland zusätzlich erschwert, möchte ich gern meinen Beitrag leisten und alteingesessenen Familien deutscher Herkunft hier an der Küste die Möglichkeit bieten, etwas über ihre Familien zu erfahren, insbesondere die Generationen vor ihrer Auswanderung nach Brasilien. Ein weiterer Zweck ist Erforschung der Geschichte der Einwanderung, der Besiedlung unserer Küste und den Norden von Rio Grande do Sul durch deutsche Einwanderer, um so etwas zu erfahren über die Gründe ihrer Auswanderung aus Deutschland, ihre Kultur, sowie die gesellschaftliche und politische Organisation die sie hierher mitbrachten. Das kann man erreichen durch Erschliessung des Lebens der Vorfahren dieser Familien in ihrer alten Heimat, über mehrere Generationen. Eine Antwort auf diese Fragen erlaubt dem Historiker und Familienforscher sich ein möglichst getreues Bild vom Leben dieser Menschen in ihrem geschichtlichen und politischen Umfeld zu machen. Die Wiederentdeckung der Geschichte der von Deutschen und ihren Nachkommen im Küstengebiet von Rio Grande do Sul geht zwangsläufig über die Erschliessung ihrer Wurzeln in Deutschland”.

Bitte, siehe auch:
Die Ausstellung Auswanderung nach Brasilien und das Buch Borger, Justin, Schmitt und andere deutschen Familien .

Hier sind einige der Städte und Familien befragt

Baden-Württemberg
Städte: Stuttgart and andere.
Familien: Hoffmann, Wilhelm und andere.

Hessen
Städte/Gemeinde: Büdingen, Brachttal, Fulda, Frankfurt aM., Giessen, Gründau, Ober-Seemen, Wächtersbach und andere.
Familien: Bien, Brill, Dressbach, Fischer e Griessmann, Lipps, Wilhelm und andere.
Über Familien aus Wetteraukreis und Main-Kinzig-Kreis bitte siehe Downloads .

Mecklemburg-Vorpommern
Städte: Behrenhoff, Penzlin und andere.
Familien: Bobsin, Marlow, Witt und andere.

Nordrhein-Westfalen
Städte/Gemeinde: Duisburg, Düsseldorf, Welver, Wittgenstein und andere.
Familien: Hegenbeck, Klockhaus, Neuhaus, Reidler, Schumacher, Zehnpfennig und andere.

Rheinland-Pfalz
Städte/Gemeinde:Alterkülz, Alzey, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Gensingen, Ippesheim, Mainz, Planig, Womrath und andere.
Familien: Borger, Dexheimer, Emmerich, Ermel, Fischborn, Geibel, Geraeus, Helbig, Justin, Lorenz, Kauer, Klein, Krämer, Merker, Schneider, Schumacher, Sohns, Zimmermann und andere. Über Familien aus Alzey-Worms bitte siehe Downloads oder in Auswanderungorte, Projekt Auswanderung aus den Regionen des heutingen Rheinland-Pfalz (Johannes Gutenberg-Universtität Mainz).

Saarland
Städte: Bischmisheim, Saarbrücken und andere.
Familien: Altpeter, Frantz, Mauer (Maurer), Stocki und andere.

Sachsen-Anhalt
Stadt: Magdeburg.
Familie: Gerhmann (oder Germann).

Schleswig-Holstein
Städte/Gemeinde: Breitenfelde, Dornike, Grebin, Sieversdorf und andere.
Familien: Marlow, Klagenberg, Kluver, Schramm und andere.

Thüringen
Städte/Gemeinde: Dorndorf, Unterbreizbach und andere.
Familien: Bösel, Griessmann und andere.

Bilder

 

 Familiengeschichtliche Ausstellung im Osório.
Familiengeschichtliche Ausstellung in Osório, 2008.
Foto: Ildo Trespach

Rodrigo Trespach und ein alte Haus im Três Forquilhas.
Ich und ein alte Haus im Três Forquilhas
(alte Deustche Siedlung), 2007.
Foto: Tiago L. Trespach.

Rodrigo Trespach im Symposium über deutsche Auswanderung im Nordenküste von RS.
Ich im 5. Deutsche Einwanderungs Versammlung in
Norden Küsten-gebiet
von Rio Grande do Sul,
in D. Pedro de Alcântara, oktober, 2007.
Foto: Tiago L. Trespach.

Foto mit Fotos von Ausstellung “Auswanderung nach Brasilien“,
von Geschichtsverein Gründau, Deutschland, 2010.
Foto: Mariana P. Francisco.

Denkmal für die Einwanderer in São Leopoldo:
“Den Vätern zum Gedachtnis”.
Foto: Rodrigo Trespach Archiv.