Geschichte der Familie

“Land meiner Väter! Länger nicht das meine, so heilig ist kein Boden wie der deine, nie wird dein Bild aus meiner Seele schwinden; Und knüpfte dich an mich kein lebend Band, es würden mich die Toten an dich binden, die deine Erde deckt, mein Vaterland”. (Konrad Krez, 1828-1897).

Geschichte der Familie in Deutschland
Die Familie Dreßbach – oder Ihre Varianten in Brasilien Dressbach, Dresbach, Tresbach und Trespach – stammt aus der alten Grafschaft Ysenburg-Wächtersbach im heutigen Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Der Vorname des ältesten Vorfahrs der Familie ist Anton. Er ist etwa 1671 geboren und starb 1764 in Neuenschmidten, einem kleinen Dorf in der Gemeinde Brachttal – heutiger Name der Region. Anton war Reitknecht des Grafen Ferdinand Maximilian II. Anton Dreßbach heiratet am 1713 mit Maria Brill (1686-1760).

Igreja Evangélica de Hellstein
Evangelische Martins-Kirchengemeinde Brachttal-Hellstein. Foto: Klaus von Berg.

Eisenhammer

Jagdschloss Eisenhammer, Neuenschmidten.
Foto: Gudrun Kauck.

foto-graf-ferd-maximilian-ii

Graf Ferdinand Maximiliam II von Ysenburg-Wächtersbach.
Anton Dressbach war Reitknecht des Graf  in 1739.

Die Familie wanderte dann in die Region von Gründau, Gemeinde Näher, ca. 40 Km  von Frankfurt am Main. Vor allem in den Orten Gründau, Lieblos hat die Familie ihre Wurzeln, und dort finden sich bis heute die meisten Nachkommen in Deutschland.

A Bergkirche, Igreja Evangélica de Niedergründau

Bergkirche, Niedergründau. Foto: Klaus von Berg.

budinger-strase-30-etwa-1930

Das Grundstück von Dressbach Familie
in Büdinger Str.30, Lieblos, Gründau.

Ein Zweig der Familie wanderte in die Region von Büdingen, in den Ort Calbach. Diese sind die Vorfahren des Dressbach-Zweigs von Brasilien – mit Ausnahme des Astes von Herbert Dresbach, der erst beinahe 100 Jahre später, im Jahr 1938 nach Brasilien auswanderte.

Calbach bei Büdingen. Foto: Klaus von Berg

Calbach bei Büdingen. Foto: Klaus von Berg.

Die Familie in Brasilien
Die Zeit und Stund ist nun da: Wir fahren nach Amerika! Die Wagen stehn schon vor der Tür, mit Weib und Kindern ziehen wir! Ihr Freunde und Verwandte, Geschwister und Bekannte, Kommt, reichet uns die Hand! Wir fahren in ein ander Land! Nun weinet nicht so sehr, Wir sehn uns nie und nimmermehr!”   (Lied der deutschen Auswanderer).

Am 09. März 1825 erfolgte in São Leopoldo die erste Landung  der Familie Dressbach,  am Fluss-Hafen “Porto das Telhas” der gerade gegründeten Deutschen Kolonie São Leopoldo.
Die Reise in Deutschland verlief wie folgt: nach einem Monat Anreise von Hessen nach Hamburg, verliessen sie diese Hafenstadt im November 1824 an Bord des Auswanderer-Schiffes “Der Kranich” und kamen in Rio de Janeiro am 15. Januar 1825 an. Die Weiterreise von Rio de Janeiro nach Rio Grande do Sul  erfolte auf dem Küstensegler “Penha”.
Die Namen der Eingewanderten sind: Friedrich Dressbach (1778-1850); die Ehefrau: Anna C. Kämpf (1793-1845) und die Kinder: Johannes, Jacobina, Caroline, Dorothea und Luise.

Feitoria Velha, SL

Feitoria Velha, São Leopoldo, Brasilien. Foto: Danilo Klippel

Die Familie besteht heute aus vier Ästen: Dressbach, Dresbach, Tresbach und Trespach, die alle ihren Ursprung im gemeinsamen deutschen Einwanderer haben. Friedrich lebte in Sao Leopoldo bis zum Beginn der “Revolução Farroupilha” (Farroupilha-Revolution, oder Revolution der Zerlumpten, wie die Republikaner im Gegensatz zu den Kaiserlichen genannt wurden) dann zogen sie weiter nach Norden und liessen sich nieder in Três  Forquilhas (heute Itati).

Familie von Alfredo Trespach (1901-1945),
Nachkommen von Johann Caspar Dressbach (1800-1843).
Foto: Archiv von Rodrigo Trespach.

Alle heutige Dressbach, Dresbach, Tresbach und Trespach von Südbrasilien abstammen ab von seinen drei Söhnen: Johann Heinrich Caspar Heinrich (1800-1843) und Johannes (1811-1880), geboren in Deutschland und Kinder von 1. Ehe mit Gertraud Nazarenus (1779-1817); und Alexandre Frederico (1833-1902), geboren in Brasilien und Sohn aus 2. Ehe.

Vale do Três Forquilhas
Três Forquilhas Tal. Foto: Tiago L. Trespach.

Caspar hat Nachkommen in der Region Três Forquilhas (Itati), die sich dann in der Region (Maquiné, Osorio, Terra de Areia und andere verbreiteten). Die Nachkommen von Johannes lebten in Campo Bom und Sapiranga. Alexandre Frederico hatte seinen Wohnsitz in Campo Bom und hat Nachkommen in Lagoa Vermelha, Vacaria und benachbarten Städten.

Aus:
TRESPACH, Rodrigo. Passageiros no Kranich – História e genealogia da família Dreßbach (Dresbach, Dressbach, Tresbach e Trespach). Porto Alegre: Editora Alcance, 2007.